TRANSITO. ELVIRA NOTARI – KINO DER PASSAGE

FILMFESTIVAL VOM 14.–17.12.2017 im Pupille Kino

zur Kinothek Asta Nielsen

Jil Sander im Museum Angewandte Kunst

gefördert durch die Dr. Marschner Stiftung

zum Museum Angewandte Kunst

LEDER. WELT. GESCHICHTE. 100 Jahre Deutsches Ledermuseum

Ausstellung vom 16. September 2017 bis 25. Februar 2018

zum Deutschen Ledermuseum

Jil Sander. Präsens

Jil Sander Kampagne Herbst/Winter 2004/2005, Model: Mathias Lauridsen © David Sims

Am 4. November 2017 eröffnet die erste Einzelausstellung von Jil Sander im Museum für Angewandte Kunst.
Die vom Museumsdirektor des Hauses, Matthias Wagner K, in enger Zusammenarbeit mit Jil Sander kuratierte Präsentation macht den Erfindungsreichtum und die kreative Kraft einer der einflussreichsten deutschen Modedesignerinnen sichtbar. Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, diese ungewöhnliche Premiere zu fördern: Auf 3.000 Quadratmetern präsentiert sie in raumgreifenden multimedialen Installationen und Tableaus die Auswirkungen ihrer Gestaltungshaltung auf Ästhetik, Material und Form von Mode -und Produktdesign, Architektur und Gartenkunst.

Die Ausstellung JIL SANDER. PRÄSENS ist bis zum 6. Mai 2018 zu sehen.

BUDDIES – Ausstellung vom 02.11. bis 01.12.17 im saasfee* pavillon

Buddies © Andreas Koch

In amerikanischen Serienformaten wie FRIENDS oder FRAZIER wird Alltägliches häufig so überspitzt inszeniert, die Normalität darin als so banal präsentiert, dass das ganze Szenario ins Surreale abdriftet. Hiervon inspiriert, verwandeln die Künstler Yarisal & Kublitz gemeinsam mit Andreas Koch den Ausstellungsraum des Pavillons* in ein vermeintlich stereotypisches mittelamerikanisches Eigenheim. Es entsteht eine raumübergreifende Inszenierung ihrer Arbeiten, die mit einer vertrauten und zugleich befremdlich-beängstigenden Atmosphäre spielt, in derer die Besucher nur noch schwer zwischen Kunst- und Alltagsgegenständen zu unterscheiden vermag.

Bereits seit 2003 untersuchen Yarisal & Kublitz mit ihren Skulpturen genau jene Mythen des Alltags, mit denen sich die Spätmoderne durch ihre metaphysische Obdachlosigkeit zu retten versucht: Popmusik, Drogen, Geld, Sex, Spiritualität und Exotik. Aus der Inszenierung abstrakter und alltäglicher Objekte und Symbole, wie Palmen, Schallplatten oder Dollarnoten, werden unter Verwendung kostbarer Materialien, Reliquien und Fetischobjekte, die uns mit ihrer besonderen Aura zur Verehrung auffordern.

mehr erfahren über BUDDIES erfahren

Gleichzeitig verweisen die Arbeiten damit auch auf die Ambivalenz der Dinge in der Welt: unheimliche, seltsam autonome Assemblagen zeugen vom schmalen Grat zwischen Heiligem und Profanem. Es entsteht ein Dialog zwischen Kontrasten: Pop und Gott, Glanz und Oberfläche, Materialität und Spiritualität.

Ebenso kritisch geht Andreas Koch in seinen Arbeiten der Frage unserer Wahrnehmung von Räumen nach. Er kombiniert verschiedene Medien, wie Fotografie, Malerei und Skulptur, und verzerrt dabei ihre Maßstäbe und Bezüge. Fotografien werden zu Skulpturen und die Grenze zwischen Zwei- und Dreidimensionalität scheint sich aufzulösen.

In der gemeinsamen Ausstellung buddies veranschaulichen die Künstler gemeinsam, dass Alltagsgegenstände und Kunstobjekte in einer dauernden Wechselbeziehung und Koexistenz zu einander stehen. sie fordern uns dazu auf, eigene Entscheidungen bezüglich der Wertigkeit von Objekten zu treffen und unsere bisherige Definitionen von Wertschätzung zu überdenken.

Neueröffnung von Waldzoo Offenbach

Nach zweijährigem Umbau war es endlich soweit: der beliebte Stadtzoo Offenbach wurde im Beisein des Stadtkämmerers Peter Freier am 18. Oktober offiziell übergeben. Die Dr. Marschner-Stiftung und der gemeinnützige Unterstützungsverein des RotaryClubs Offenbach fördern seit 2015 die umfangreiche Sanierung mit insgesamt 145 000 Euro.

Die Stiftung spendete einen Großteil der Summe für elementare Baumaßnahmen, der Rotary Club erstellte das Konzept und koordinierte die Arbeiten ehrenamtlich. Seit der Gründung des Waldzoos in 1965 halfen vor allem ehrenamtliches Engagement des Zooteams, als auch Spenden und Zuschüsse der Stadt Offenbach, das Areal in Ordnung zu halten. Die Sanierung von Grund auf hat sich gelohnt: die Besucherinnen und Besucher können sich nun über einen neuen Pavillon, erneuerte Sanitärräume und einem modernisierten Spielplatz freuen.

Holzhausenkonzerte – Streichquartetttage

Minguet Quartett © Frankfurter Bürgerstiftung, Foto: Frank Rosbach

In diesem Jahr zeigen die Streichquartetttage in der Reihe der Holzhausenkonzerte einmal mehr, dass das Streichquartett auch heute noch als brandaktuelle Gattung zu bezeichnen ist. Die neue Generation der Kammermusik lässt sich nirgends besser zeigen, als in den Streichquartetten des Komponisten Jörg Widmann. Während seine Vorgänger bereits mit den Schönheitsidealen der Gattung aufgeräumt haben, schafft Widmann den Sprung zurück in die Zeit des klassisch-romantischen Erbes. Es findet daher auch eine Gegenüberstellung Widmanns moderner Kompositionen mit klassischen Streichquartetten von Beethoven, Mozart oder Schumann statt. Widmann glänzt nicht nur als Komponist, sondern ist auch als Dirigent und als Instrumentalvirtuose an der Klarinette auf den großen Bühnen der Welt zuhause. Dieser Facettenreichtum spiegelt sich eindrucksvoll in seinen Streichquartetten wieder. Interpretiert werden die Werke von hochrangigen Ensembles, darunter das Minguet Quartett, das 2015 eine vollständige Ersteinspielung der Werke Widmanns für Streichquartett auf CD veröffentlichte.

Eine Konzerteinführung für die gesamte Reihe von Dr. Ulrike Kienzle findet am 26. November um 16.00 Uhr statt.

Auch 2018 wird die Unterstützte Kommunikation an Förderschulen und in der Inklusion weiter gefördert

Schülerin Jannika Cremer mit ihrer Mutter und Wolfgang Rawer, Vorstand Dr. Marschner Stiftung © Christoph Schyma

„Unterstützte Kommunikation“ steht für pädagogische und therapeutische Maßnahmen, die eine Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen bezwecken, die sich nicht ausreichend über die Lautsprache verständigen können. In der Didaktischen Werkstatt im Fachbereich 4 der Goethe-Universität Frankfurt wurde in diesem Zusammenhang ein Praxisprojekt aufgelegt, an dem Studierende des Lehramts an Förderschulen teilnehmen können. Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts begleiten und fördern über ein Schuljahr unterstützt kommunizierende Schülerinnen und Schüler im Klassenunterricht sowie in der Einzelförderung.

 

mehr zum Förderprojekt

In den Förderschwerpunkten „geistige“ beziehungsweise „körperliche und motorische Entwicklung“ ist die Unterstützte Kommunikation eine wichtige Querschnittsaufgabe. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler ist – um in den Dialog zu kommen und vom Unterricht zu partizipieren – auf Hilfe angewiesen.

Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, neun Plätze an insgesamt acht Frankfurter und Offenbacher Schulen zu unterstützen. Das Projekt lebt unter anderem von der Vielfältigkeit der Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern. Manche der jungen Menschen werden dabei noch lernen, was sie durch Kommunikation bewirken und wie sie mit Kommunikationshilfen (Sprachausgabegeräte, Gebärden oder Bildsymbole) in den Dialog kommen können. Geübte können nahezu alles, was sie sagen wollen, mit Hilfe eines Sprachcomputers ausdrücken, welcher im konkreten Fall mit den Augen gesteuert wird.

Im Großen und Ganzen geht es darum, Situationen im Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen wirkungsvoller einbringen können. Die Vermeidung von Missverständnissen ist ein weiteres Ziel der Unterstützten Kommunikation. Bislang zeigt sich insgesamt, dass das Projekt durch die intensiven Lernerfahrungen der Teilnehmenden und die kontinuierliche Arbeit der Studierenden sehr erfolgreich ist und auf große Resonanz trifft.

Das UK-Praxisprojekt wird vom Staatlichen Schulamt für den Landkreis Offenbach und der Stadt Offenbach am Main sowie seit 2015 durch die Dr. Marschner Stiftung gefördert.

Lesetaskforce der Didaktischen Werkstatt – wir fördern weiter

© Didaktische Werkstatt, Universität Frankfurt

Die Lesetaskforce ist ein langjährig gefördertes Praxisprojekt der Dr. Marschner-Stiftung. Die Initiative ist eingebettet in die Arbeitsstelle für Diversität und Unterrichtsentwicklung- Didaktische Werkstatt des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Universität in Frankfurt und wird verantwortet von Herrn Prof. Dr. Mehlem, Frau Suntheim und Frau Dr. Böhm.

zum Interview "Fördern will gelernt sein"

Fördern will gelernt sein…

von Petra Kappler

Ein Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Mehlem, Frau Suntheim und Frau Dr. Böhm, das verantwortliche Team der LeseTaskforce, ein langjährig gefördertes Praxisprojekt der Dr. Marschner-Stiftung. Die Initiative ist eingebettet in die Arbeitsstelle für Diversität und Unterrichtsentwicklung- Didaktische Werkstatt des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Universität in Frankfurt am Main. Das Team empfängt mich in den hellen Projekträumen der Didaktischen Werkstatt, in denen sowohl Seminare als auch Fortbildungsveranstaltungen stattfinden und die den Studierenden zum eigenständigen Arbeiten zur Verfügung stehen. Die Räume vermitteln sofort den Eindruck von positiver Arbeitsatmosphäre, es findet sich viel Literatur und Materialien zur Unterrichtsgestaltung. Frau Suntheim erklärt mir, dass die Didaktische Werkstatt Beratung für verschiedene Schulstufen anbietet. So können die Studierenden während der Öffnungszeiten Unterrichts-, Diagnose- und Fördermaterial sichten und erproben, sowie Literatur zu Themen wie Inklusion, Schulentwicklung, Fachdidaktik usw. recherchieren. Schwerpunkt ist der Umgang mit Heterogenität in der Grundschule und in der Sekundarstufe sowie die verschiedenen pädagogischen Praxisprojekte. Auf den Begriff Heterogenität werden wir im Gespräch immer wieder kommen. „Arbeitsstelle für Diversität und Unterrichtsentwicklung – Didaktische Werkstatt“ umfasst dies sehr treffend – doch was kann man sich darunter konkret vorstellen? Zunächst ist die „Didaktische Werkstatt eine Einrichtung des Fachbereichs Erziehungswissenschaften in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Professionalisierung von Studierenden, Lehrkräften und Lehrkräften im Vorbereitungsdienst im Umgang mit Heterogenität zu leisten und versteht sich als ein Bindeglied zwischen den Phasen der Lehrerbildung“. So liest es sich auf der Website. Mich interessiert zunächst, wie die Professionalisierung aussehen kann. Dafür stehen den Studierenden eine Vielzahl an Möglichkeiten und Werkzeugen zur Verfügung. Lehrkräfte finden ein umfangreiches Fortbildungsangebot. Im Februar 2017 fand zudem ein Fachgespräch mit dem Titel „Buchstabierst du noch oder liest du schon? statt. Dieses stand in enger Verbindung mit den Praxisprojekten Leseförderung (LeseTaskforce) und Alphabetisierung (AlphAlif) in der Grundschule. Die LeseTaskforce ist eines der Projekte, welches die Dr. Marschner-Stiftung von Anbeginn kontinuierlich fördert. Zugleich wird das Projekt AlphAlif im Zuge der wachsenden Zahl von Kindern mit arabischer Muttersprache einen erhöhten Förderbedarf haben. Hier kommt besonders stark der Aspekt der Heterogenität zum Tragen. Frau Dr. Böhm erklärt mir, dass gerade bei den Grundschülern mitunter große Differenzen herrschen, was die Sprachkompetenz der Kinder angeht. Manche waren nie in der Schule, anderen haben basale und wieder andere ausgezeichnete Kenntnisse im Lesen und Schreiben. Diese enorme Diversität stellt eine der besonderen Herausforderungen des Praxisprojektes AlphAlif dar. Gerade die im Projekt eingebundenen Studierenden sehen sich damit konfrontiert. Neben den geforderten pädagogischen und fachlichen Eignungen kommen hier noch idealerweise Grundkenntnisse der arabischen Sprache hinzu. Der Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen – gerade im Schriftspracherwerb –  von Schülerinnen und Schülern gehört also zum Alltag in den Projekten. Schnell sind wir im Gespräch bei der aktuellen Schuldebatte, vor allem, welche Reformen und Schulformen den Bedürfnissen von Heterogenität, Diversität und Inklusion gerecht werden. Diskutiert werden viele Modelle, wie zum Beispiel das Schulsystem in den nordischen Ländern, wo es eine gemeinsame neunjährige Schulzeit gibt. Wie steht es mit einer Anwesenheitspflicht bis 16.00 Uhr an den Schulen für Lehrkräfte? In dem lebhaften Gespräch wird deutlich, dass sich viele Lehrerinnen und Lehrer mit den stetig wachsenden Anforderungen an sie überfordert fühlen. Daher ist ein Ansatz der Arbeit um das Team von Professor Mehlem, Heterogenität als Ressource zu begreifen. Alle sind sich einig, dass es ein pädagogisches Gesamtkonzept für alle Ebenen, Systeme und Akteure braucht, um den steigenden Anforderungen in den Schulen gerecht zu werden. Die Professionalisierung von Studierenden in den Praxisprojekten LeseTaskforce und AlphaAlif leistet dafür wertvolle und elementare Arbeit. Davon profitieren langfristig alle Beteiligten, die Lehrkräfte und vor allem die Kinder.

Langfristige Förderung für Frankfurter Musikmobil

© Wolfgang Furhmannek

Die Dr. Marschner Stiftung freut sich, die Förderung für das Musikmobil bis 2019 zu verlängern.

Mit diesem rollenden Musikzimmer geht man in Frankfurt seit 2011 neue Wege in Sachen Musikpädagogik. Eine große Auswahl an Orchesterinstrumenten findet so den Weg zu den Schulen, Kitas und damit zu den Kindern, die sonst keine oder geringe Möglichkeiten haben, Instrumente einmal anzufassen und auszuprobieren – und sich so für das Musizieren zu begeistern.
So ist das Musikmobil ist vor allem ein innovativer Baustein im Gebäude der Frankfurter Musikpädagogik.

 

alle Fotos der obigen Bildergalerie © Wolfgang Furhmannek

LEDER.WELT.GESCHICHTE.

100 Jahre Deutsches Ledermuseum

Kofferradio 1950 © DLM

Mit LEDER.WELT.GESCHICHTE. präsentiert das Deutsche Ledermuseum anlässlich seines 100. Geburtstages die zweite Ausstellung im Jubiläumsjahr 2017.

Im Jahre 1917 gründete der Architekt Hugo Eberhardt, damaliger Leiter der Technischen Lehranstalten (später Werkkunstschule, heutige HfG Offenbach), in der florierenden Lederstadt Offenbach am Main das Museum als Sammlung von historischen Vorbildern für die Ausbildung junger Gestalter, Handwerker und Lederwarenproduzenten. Bis heute konnten mehr als 30.000 Objekte aus allen Kulturen und Epochen zusammengetragen werden. Damit ist das Deutsche Ledermuseum die weltweit einzige Einrichtung, die ausschließlich alles rund um das Material Leder und artverwandte Materialien sammelt und präsentiert.

Kolleg Schöne Aussicht

Güner Yasemin Balci © Literaturhaus Frankfurt

Im Jahr 2011 verwirklichte das Literaturhaus Frankfurt mit der Dr. Marschner-Stiftung ein bis dahin in der bundesweiten Literaturszene einmaliges Vorhaben. Die Idee war, für Lehrerinnen und Lehrer ein neues Format – kein Fortbildungsprogramm – zu kreieren, welches mit überraschenden und inspirierenden Akzenten überzeugte.

 

weiterlesen

Es entstand ein monatliches Angebot, welches mit unterschiedlichen Formaten wie Workshops mit Autorinnen und Autoren, Exkursionen, Expertengespräche, Wunschlesungen, aber auch Überraschungsbesuchen im Unterricht und Tagungen arbeitet.
Das KOLLEG SCHÖNE AUSSICHT war geboren! Dieses einmalige Projekt begleitet nun schon im sechsten Jahr seines Bestehens Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer, Stufen und Schulformen aus Frankfurt, Offenbach und der Region.
Das Kolleg SCHÖNE AUSSICHT ist ein Projekt, mit dem das Literaturhaus Frankfurt sich als Plattform für ein breites Spektrum gesellschaftlicher Fragestellungen behauptet. Gleichzeitig bildet das Kolleg ab, welchen Herausforderungen sich unser Bildungsapparat stellen muss, dies aber aufgrund seiner Struktur nur sehr verzögert leisten kann. Das Literaturhaus kommt diesen Bedarf mit dem KOLLEG nach und schafft kreative und inhaltliche Impulse in Verbindung mit persönlichen Austausch und verbindlicher Ansprache.

Das Kolleg Schöne Aussicht ist für mich ein wunderbarer Ort, an dem meine Lehrerseele durch die vielfältigen, immer anregenden Veranstaltungen eine Erweiterung ihres Horizonts bekommt. Damit legt es eine Grundlage für die wahre Bildung, gegenüber der manche herkömmliche Fortbildungsveranstaltung mit ihrer pädagogischen Verzwecktheit eben wie Fort-Bildung wirkt. J. Schieb

Box-Club Nordend Offenbach – Förderung für Kinder und Jugendliche

Copyright: Dr. Marschner Stiftung, Foto: Petra Kappler

Der Box-Club Nordend gehört zu den erfolgreichsten hessischen Boxsportvereinen. Geschäftsführer Bernd Hackfort leitet zudem seit 2013 eine Leistungssportgruppe für Mädchen und junge Frauen. Das neueste Projekt des Vereins – welches von der Dr. Marschner Stiftung gefördert wird – startet direkt nach den Sommerferien und wird speziell jugendliche Schulverweigerer, Mädchen und Jungs, mit und ohne Migrationshintergrund, fördern. Kernaufgabe des Projekts ist die Wiedereingliederung in das Schulsystem – doch dafür wird erst einmal die Stärkung der Sozialkompetenzen der Jugendlichen sowie eine Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit nötig sein. Auf die persönlichen Bedürfnisse der jungen Menschen ist das Vorhaben ebenso angelegt wie auf deren schulische Nachhilfe, es wird Workshops und Ausflüge geben sowie natürlich regelmäßige Sportangebote.

noch mehr erfahren über das Engagement des Box-Club Nordend

Ein Gespräch mit Bernd Hackfort, Geschäftsführer des Box-Club Nordend Offenbach und seiner Frau Zdravka Hackfort.
Mitten im Hafengebiet Offenbach befindet sich der BC Nordend, es wird überall gebaut und dies gehört leider zu dem großen Problem des Vereins. Dazu werden mir Bernd Hackfort und seine Frau später noch mehr erzählen. Zum Gespräch empfangen mich beide in den Räumlichkeiten für die Halbtagsbetreuung. Ab dem frühen Nachmittag trudeln hier die Grundschulkinder, die sogenannten Bambinis, ein.
Das Konzept des Box-Club entstand aus dem Boxprojekt Offenbach und hatte primär zum Ziel, überwiegend sozial auffällige Jugendliche bei Entwicklungsprozessen zu unterstützen und ihnen zu ermöglichen, auf Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten zu verzichten. Durch die Teilnahme am Boxen lernen die Jugendlichen Pünktlichkeit, Disziplin, Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Außerdem erleben sie meist zum ersten Mal durch die sportliche Betätigung eine andere Methode ihre Wut und Aggression zu kanalisieren. Das Boxprojekt wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hessischen Jugendarbeitspreis, dem Oddset Zukunftspreis des Hessischen Sports und dem Hanse Merkur Preis für Kinderschutz. Auf dieser Basis wurde der Box-Club Nordend gegründet.
Dann fiel dem Ehepaar Hackfort auf, dass viele Jugendliche im Schlepptau ihrer kleinen Geschwister zum Training kamen, auf die sie aufpassen sollten. So entstand die Idee, mit den Jüngeren eine Halbtagsbetreuung aufzubauen, damit alle sinnvoll beschäftigt waren. Mittlerweile ist die Anzahl der sozialen Begleitprojekte und Aktivitäten des Vereins, der als Beispiel für gelungene Integrationsarbeit gilt, nahezu unüberschaubar geworden. Dazu zählen seit mittlerweile schon 11 Jahren die Hausaufgabenhilfe finanziert vom Förderverein Sicheres Offenbach, die Kinderbetreuung in Kooperation mit dem Förderverein der Goetheschule und der Main-Arbeit Offenbach, die Berufs-, Bildungs- und Bewerbungshilfe, seit sechs Jahren ein Boxtraining in der JVA in Preungesheim als Resozialisierungsmaßnahme, sowie verschiedene Boxprojekte mit dem Jugendbildungswerk der Stadt Offenbach und dem Jugendamt. Wer sich einen genauen Überblick verschaffen möchte, dem empfiehlt sich ein Blick auf die Website des Vereins
Bei all diesen Aktivitäten zählt der Box-Club Nordend zu den erfolgreichsten hessischen Boxsportvereinen. Bernd Hackfort leitet zudem seit 2013 eine Leistungssportgruppe für Mädchen und junge Frauen. Es geht dabei nicht nur darum, sogenannte Problemjugendliche von der Straße zu holen, sondern gezielt Talente zu fördern und ihnen über den Verein einen Familienersatz in der Erziehungshilfe zu bieten. Der Erfolg gibt Bernd Hackfort Recht, die jungen Mädchen ziehen das tägliche Training, verbunden mit der täglichen Hausaufgabenhilfe, diszipliniert durch und haben schon internationale Erfolge vorzuweisen.
Das neueste Projekt – welches von der Dr. Marschner Stiftung gefördert wird – startet direkt nach den Sommerferien und wird speziell jugendliche Schulverweigerer, Mädchen und Jungs, mit und ohne Migrationshintergrund, fördern. Kernaufgabe des Projekts ist die Wiedereingliederung in das Schulsystem – doch dafür wird erst einmal die Stärkung der Sozialkompetenzen der Jugendlichen sowie eine Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit nötig sein. Auf die persönlichen Bedürfnisse der jungen Menschen ist das Vorhaben ebenso angelegt wie auf deren schulische Nachhilfe, es wird Workshops und Ausflüge geben sowie natürlich regelmäßige Sportangebote. Damit und durch intensive Gespräche wird sich das Team des Vereins vier Stunden täglich auf einer persönlichen Ebene mit den Jugendlichen auseinandersetzen. Das schafft Vertrauen – darin sehen die Hackforts den Schlüssel für die Persönlichkeitsbildung Jugendlicher. Herauszuheben ist hierbei die enge Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt Offenbach, welches die einzelnen Teilnehmer direkt in das Projekt vermitteln wird.

Generell ist das riesige Engagement des Ehepaars Motor und Seele des gesamten Vereins, doch bald wird der Box-Club Nordend aus dem Räumlichkeiten ausziehen müssen, die Bagger stehen quasi vor der Tür. Im Moment gibt es noch keine Alternative, die sich der BC  Nordend leisten kann. Frau Hackfort hofft sehr, dass sich bald eine Lösung findet. Sie sorgt sich um ihre Schützlinge. Denn wer kümmert sich dann um die Kinder und Jugendlichen, die hier so gut versorgt und betreut werden? Es wäre wohl als beschämend zu nennen, wenn diese vorbildliche Initiative aufgegeben werden müsste. Wer dem Verein zum Beispiel mit bezahlbaren Räumlichkeiten helfen möchte, kann sich daher direkt telefonisch oder schriftlich an Bernd Hackfort unter b.hackfort@gmx.de wenden.

von Petra Kappler
Juli 2017

Die MINISCHIRN – so beliebt wie nie

© Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz

In der Schirn Kunsthalle Frankfurt gibt es seit Dezember 2014 einen kreativen Erlebnis- und Erfahrungsraum für Kinder ab drei Jahren bis ins Grundschulalter: die MINISCHIRN. Mit dieser innovativen Dauerinstallation zu den Themenfeldern Farbe, Form und Struktur bietet die Frankfurter Kulturinstitution ihren jüngsten Besuchern einen außergewöhnlichen Spiel- und Lernparcours. Im ersten halben Jahr seit ihrer Eröffnung zog die MINISCHIRN bereits über 10 000 Kinder an. Zum einen ist der Parcours stark von Kita-, und Grundschulgruppen aus Frankfurt und dem Rhein-MainGebiet frequentiert. Zum anderen gehen viele Kinder selbstbestimmt auf Entdeckungstour in der MINISCHIRN während ihre Eltern konzentriert und entspannt die laufenden Ausstellungen besuchen. Für diese Kinder ist der Eintritt frei. Unter der Aufsicht von geschultem pädagogischem Vermittlungspersonal bietet die MINISCHIRN eine anregende Umgebung, in der sich die Kinder bewusst ohne ihre Eltern oder erwachsene Begleitpersonen selbstbestimmt bewegen können. Mit dem Konzept der MINISCHIRN unterstreicht die Kunsthalle ihre Vorreiterrolle in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit für Kinder und Jugendliche und präsentiert sich als lebendige Kulturinstitution für ein breitgefächertes Publikum.
weiterlesen über die MINISCHIRN

Auf insgesamt über 100 m² bilden verschiedene Rauminszenierungen und Experimentierstationen in der MINISCHIRN den Rahmen für eine spielerische Expedition durch die Themenfelder ästhetischer Wahrnehmung. Die kunstpädagogische Abteilung der Schirn hat in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Agentur für Kommunikation im Raum Atelier Markgraph eine dynamische Architektur entwickelt, die an Baumhäuser erinnert und die strengen Linien in den Räumen der ehemaligen Buchhandlung der Kunsthalle aufbricht, aber dennoch in ihrer Klarheit die Formensprache des Gebäudes widerspiegelt. Die MINISCHIRN hat bereits zahlreiche renommierte Preise erhalten, den ADC Award für Deutschland 2015, den Red Dot Award 2015, den FAMAB Award 2015 (Silber), den Comm Award 2015 (Gold) und jüngst die Auszeichnung Special Mention des German Design Award 2016.

Der Bau der MINISCHIRN wurde maßgeblich gefördert durch die Dr. Marschner Stiftung.

Dr. Marschner Saal im Ledermuseum

Dr. Jürgen Marschner Saal © Jessica Schäfer

Anlässlich der Ausstellung „Leder – Begleiter durchs Leben“, die im Juli 2016 im Deutschen Ledermuseum eröffnet worden ist, wurde ein Raum im Museum neu gestaltet. Die darin befindliche, entkernte Großraumvitrine konnte dank der Dr. Marschner-Stiftung mit objektschonender LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Auch 2017, indem das Haus sein 100-jähriges Jubiläum feiert, wird mit einer großzügigen Unterstützung der Stiftung ein weiterer Ausstellungssaal mit diesem Lichtsystem gestaltet.

Psychoonkologie im Ketteler Krankenhaus

© Ketteler Krankenhaus

Für jeden von Krebs betroffenen Menschen stellt sich vor allem die Frage, wie das Leben jetzt weitergeht. Diese Frage ist eine der ersten von vielen, da bei einer solchen Diagnose nicht nur der Körper, sondern auch die Seele in einen Ausnahmezustand geraten. Dieser Ausnahmezustand betrifft nicht nur die Betroffenen selbst – sondern ebenso die Angehörigen und den Freundeskreis.
zum Interview "Mal wieder durchatmen können"

Mal wieder Durchatmen können …
von Petra Kappler
Ein Gespräch mit Frau Dr. med. Staib-Sebler, Frau Klee und Frau Schulmerich vom Psychoonkologischen Dienst im Ketteler Krankenhaus in Offenbach am Main Die drei Fachfrauen empfangen mich mit Espresso und guter Laune.
Frau Dr. Elsbeth Staib-Sebler, Oberärztin der Viszeral- und Allgemeinchirurgie und Psychotherapeutin/Psychoonkologin, sowie Frau Constanze Klee, Psychoonkologin und Frau Petra Schulmerich, Palliativkoordinatorin gehören dem Team an, welches mittlerweile über
die Stadtgrenzen hinaus für seine herausragende Arbeit bekannt ist. Die Vierte im Bunde, Frau Dr. med. Giovanna Römer, Leiterin der Chirurgisch-Onkologischen Ambulanz und Psychotherapeutin/Psychoonkologin, ist zu diesem Termin leider nicht mit anwesend.
Wir sprechen über ein naturgemäß sensibles Thema, das vor allem Frau Dr. Staib-Sebler anschaulich für Außenstehende erläutern kann.
Voraussetzung für den Einsatz des Dienstes ist, dass jede Patientin und jeder Patient in Zusammenhang mit der Betreuung in den onkologischen Kompetenzzentren des Ketteler Krankenhauses Anspruch auf eine ausführliche, psychoonkologische Beratung und
Begleitung hat. Diese kann man sowohl stationär, als auch ambulant in Anspruch nehmen. Für jeden von Krebs betroffenen Menschen stellt sich vor allem die Frage, wie das Leben jetzt weitergeht. Diese Frage ist eine der ersten von vielen, da bei einer solchen Diagnose
nicht nur der Körper, sondern auch die Seele in einen Ausnahmezustand geraten. Dieser Ausnahmezustand, so erklärt mir das Team, betrifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern ebenso die Angehörigen und den Freundeskreis. Dabei zählt es zu den Aufgaben der Expertinnen, sogenannte Ressourcen für die Erkrankten zu benennen und zu aktivieren. Welche Unterstützung gibt es? Wer kann helfen? Wem vertraut die betroffene Person? Elementar ist es weiterhin, ein Netz zu spannen, welches die Patientinnen und Patienten
während der Bewältigung der Krankheit auffangen kann. Man begreift, dass ein Großteil der Arbeit darin besteht, die komplexen Prozesse zu begleiten, die sich unter Einfluss der Krebserkrankung beständig verändern. Wichtig ist vor allem, dass den Kranken mit Ruhe, Zeit und Fachwissen begegnet wird. Großen Wert wird auf die sensible Beantwortung persönlicher Fragen und die Wahrnehmung von Ängsten gelegt. Kranke brauchen ein ehrliches und zugewandtes Gegenüber. Ein „Das wird schon wieder!“ hilft den Betroffenen wenig, sie können dadurch ihre Ängste nicht artikulieren und haben einmal mehr das Gefühl, sich zusammenreißen zu
müssen, stark zu ein, auch für die Angehörigen.
Frau Klee bezeichnet dies als „die Positivkeule“, eine Überforderung für die Erkrankten, die zugleich verhindert, „Negatives“ wie Ängste, Zweifel und Trauer zuzulassen. Emotionen, die jedoch für die Bewältigung der Situation genauso wichtig sind. Insbesondere der Umgang mit der Angst gehört zu den basalen Aufgaben der Psychoonkologie. Die Gespräche dienen also auch dazu, die Angst anzuerkennen und damit umzugehen. Auch irrationale Ängste sind sehr häufig festzustellen, bei denen zunächst keine Ursachen
näher benannt werden. Frau Dr. Staib-Sebler weist hier auf die Reaktivierung von Traumata hin, die bei älteren Menschen auftreten, die beispielsweise eine traumatische Kriegserfahrung verdrängt haben. Zugleich betrifft es ebenso Menschen jeden Alters, die in ihrer Lebensgeschichte ein Trauma erlebt haben, wie z.B. Mißbrauch, das bestätigen alle Fachfrauen des Teams.
Dies zu erkennen und sensibel darauf einzugehen, ist ebenfalls eine der anspruchsvollen Aufgaben des psychoonkologischen Dienstes. Das Angebot der Abteilung umfasst begleitende Gespräche zu den jeweiligen Behandlungsschritten sowie Empfehlungen zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Die Gespräche bringen Transparenz in das Leben der Betroffenen und lehren diese, mit ihren Kräften besser zu haushalten, sich zu stabilisieren und ihre innere Balance wiederzugewinnen. Generell ist das Ziel, neue Lebensperspektiven – mit der Diagnose ‚Krebs‘ – zu entwickeln. Das heißt nicht immer Heilung vom Krebs, sondern kann ebenfalls bedeuten, dass offen und einfühlsam über eine palliative Begleitung gesprochen wird. Frau Schulmerich, im Team mit dieser Aufgabe betraut, weiß, dass dies nicht allein nur negativ ist. Es geht hier in erster Linie darum, die verbleibende Zeit wertzuschätzen, bewusst jeden Tag wahrzunehmen und das eigene Schicksal anzuerkennen. Gefühle wie Wut und Aggression kommen durchaus vor, dies sind Emotionen, welche die drei Expertinnen akzeptieren und einzuordnen wissen.
„Man darf es nicht persönlich nehmen, sondern muss professionell bleiben, nur so können wir den Erkrankten helfen“, darüber sind sich alle einig. Dem Team vom Psychoonkologischen Dienst steht selbst regelmäßig eine Supervision zur Verfügung, um ihre Arbeit zu reflektieren. Doch viel Kraft und Energie bekommen Frau Dr. Staib-Sebler, Frau Dr. Römer, Frau Klee und Frau Schulmerich von den Patientinnen, Patienten und Angehörigen selbst. Die bedanken sich regelmäßig herzlich, zum Beispiel dafür „mal wieder Durchatmen zu können“. Auch wenn Kranke sterben, haben die fachlichen Begleiterinnen ebenso Wertschätzung erhalten, gerade weil es für alle Betroffenen wichtig war, dass die Krankheit „sehr gut begleitet wurde“ bzw. „es trotz allem gut gelaufen ist“. Ein Feedback, das den Sinn dieser hochsensiblen Arbeit noch einmal deutlich macht.
Das Gespräch mit den drei Fachfrauen war sehr beeindruckend und hat einmal mehr gezeigt, wie unerlässlich diese Arbeit geworden ist. Als recht junge Disziplin besitzt die Psychoonkologie kein sogenanntes „hartes Kriterium“, hat aber nachweisbare positive
Auswirkungen und Effekte. Der offene Umgang mit der Erkrankung sowie die Einbeziehung des gesamten Umfeldes trägt maßgeblich dazu bei, eine Krebserkrankung nicht zu tabuisieren. Wir lernen zudem, dass unser Leben nicht en detail plan- und kontrollierbar ist.
Wenn wir dies anerkennen, fällt es uns leichter, Krankheiten nicht zu dämonisieren, sondern als Teil unseres Lebens zu begreifen.

Das freie Bildarchiv für Naturschutz

Morning dew in spider web. Brandenburg, Germany. © Daniel Rosengren

Brilliante Fotos erzeugen Emotionen und Empathie – gerade im Naturschutz ist das eine Tatsache. Daher sind erstklassige Natur- und Tierbilder – aber auch Fotos, welche die vielen Facetten der praktischen Arbeit im Naturschutz zeigen – elementar, wenn wir Menschen für den Schutz von Wildnis oder etwas sperrige Themen wie biologische Vielfalt gewinnen wollen. Das freie Bildarchiv ermöglicht Einrichtungen aus Naturschutz und Wissenschaft, erstklassiges Material kostenfrei zu nutzen und zu kommunizieren. Hierbei ist die Intention, vor allem Frankfurter Institutionen wie den Zoo Frankfurt, „BioFrankfurt“ oder den Naturschutzbotschaftern Bildmaterial zur Verfügung stellen zu können. Die Dr. Marschner-Stiftung freut sich, dieses innovative Projekt der Zoologischen Gesellschaft in Frankfurt zu fördern und zeigt Ihnen exklusiv erste Fotos des freien Bildarchivs für Naturschutz.
weiterlesen
Bei dem Bildarchiv für Naturschutz geht es nicht nur um qualitativ hochwertige Bilder per se, sondern vor allem um solche, die in der Bildgestaltung eine aktuelle fotografische Ästhetik widergeben. Bei kleineren Naturschutzorganisationen, Nationalparks und Schutzgebieten oder wissenschaftlichen Einrichtungen fehlen oftmals die finanziellen Mittel, gutes Bildmaterial zu kaufen. Dank der Förderung durch die Dr. Marschner-Stiftung wird es bald möglich sein, hochwertiges Material online für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung zu stellen.

200 Jahre Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – wir gratulieren!

© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum.

Der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft wurde die bedeutende Bernsteinsammlung „Jörg Wunderlich“ zum Kauf angeboten. Mit Hilfe einer Großspende der Dr. Marschner-Stiftung hat die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft 2008 die Möglichkeit erhalten, den größten Teil der Bernsteinsammlung „Jörg Wunderlich“ zu erwerben. Diese Bernsteinsammlung genießt naturwissenschaftlichen Weltrang. Es handelt sich um die weltweit umfangreichste und diverseste Sammlung fossiler Spinnen aus 50 Familien mit Beutetieren, Parasiten und Häutungsresten sowie Teilen von Fangnetzen eingeschlossen in Bernstein.

Copyright aller Fotos der obigen Bildergalerie: Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum

weiterlesen
In der Sammlung sind unter anderem 200 Holotypen enthalten, insbesondere fossile Erstnachweise verschiedener Familien, zahlreiche Gattungstypen und Typen erstmals beschriebener Unterfamilien. Teile der Sammlung „Jörg Wunderlich“ werden im Senckenbergmuseum einem breiten Publikum vorgestellt. Die Sammlungen des Forschungsinstituts Senckenberg werden durch diese wertvolle Neuerwerbung international bedeutender. Wissenschaftler aus dem In- und Ausland werden an diesen Kulturgütern Jahrzehnte forschen können. Der besondere Wert für die Wissenschaft ergibt sich meist aus dem Unikatcharakter der einzelnen Fossilien. Teilweise wenige, teilweise mehrere Dutzend Millionen Jahre alt, geben sie Einblick in vergangene Welten und vermehren das Verständnis auch um die Verwandtschaftsverhältnisse, Paläontologie und Biologie heutiger Tiere und Pflanzen.